Dolmen de Dombate         der Dolmen befindet sich unter der schwarzen Plane in der Bildmitte und der Parkplatz ist hier noch nicht angelegt

Borneiro - Galicien

westlich der AC-430 bei Borneiro, gut beschildert
west of the AC-430 near Borneiero, well signposted

Dieser gigantische Dolmen, erbaut ca. 3.900 vor Christus, ist auch als "A Fornella" bekannt und wurde in den Jahren 1987 bis 1989 unter der Leitung von José Maria Bello Diéguez ausgegraben. Die polygonale Kammer wird von sieben Orthostaten (Stützsteinen) gebildet, die bis zu 4,70m hoch und 3m breit sind. Im Eingangsbereich des Dolmens wurde ein Satz mit zwanzig aufgereihten, steinernen Götzenfiguren vorgefunden. Der Zugang zur Kammer besteht aus einem ca. 4m langen, dreiteiligen Korridor mit insgesamt sechs Orthostaten. Im Innern sind auch heute noch bedeutende Reste von Malereien und Steinmetzarbeiten vorhanden, die aus Wellenlinien, Zickzackkurven (Bilder 4 und 9), einem Kreis und einem rätselhaften Motiv (Bild 10) bestehen, wovon Letzteres auch in anderen Dolmen von Galicien bis Portugal zu finden ist. Da die Malereien nur im unteren Bereich erhalten sind, ist nicht mehr feststellbar, ob die gesamte innere Oberfläche des Dolmens derart verziert war. Bei den Ausgrabungen wurde die Perle einer Kette, Klingen aus Feuerstein, Pfeilspitzen und eine größere Anzahl von Keramikscherben von Töpfen gefunden, von denen einer wieder zusammengesetzt werden konnte (Bild 11). Derzeit wird der Dolmen weiter freigelegt und in spätestens drei Jahren wird sich ein modernes Museumsgebäude schützend über ihn wölben (Bilder 12 und 13). Die Motive im Innern werden dann über Videocameras auf Bildschirmen im Gebäude zu bestaunen sein. Die Bilder 7 und 8 zeigen den Dolmen vor der Ausgrabung im Jahre 1987. Direkt neben dem Dolmen wurde ein weiteres, wesentlich älteres Grabmal entdeckt, von dem heute jedoch kaum etwas zu sehen ist. (Bilder 7-13 mit freundlicher Genehmigung der Protección del Patrimonio Arqueológico Provincial)
This giantic dolmen, built around 3900 BC is locally also known as "A Fornella" and was excavated from 1987 to 1988 under the leadership of José Maria Bello Diéguez. The polygonal chamber consists of seven orthostats up to 4.70m high and 3.00m wide. In the entrance twenty small statues of unknown gods were found. A gallery consisting of three parts with six orthostats leads to the chamber. Inside the chamber several paintings and engravings are still to be seen; zig-zag and wave-like lines (images 4 and 9) and one strange motive (image 10), the latter was also found in other tombs in Galicia and Portugal. Because of the fact that the paintings have survived only at the base of the stones it is not known, whether the whole inside of the chamber was once painted. During the excavations a pearl of a necklace, arrowheads, flintstones and many fragments of pottery were found; one of the pots could be re-assembled (image 11). Currently a modern museum is under construction which will cover the whole dolmen in about three years (images 12-13). The motives inside the chamber will then to be seen inside the museum on large screens. Close to the dolmen another much older tomb was excavated; but there today is hardly anything to be seen of it. (Images 7-13 taken with kind permission of Protección del Patrimonio Arqueológico Provincial)








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