Solwaster Dolmen       Google Earth

Solwaster bei Sart, nahe Spa
Solwaster, close to Sart, near Spa

folgen Sie in der Ortsmitte dem Schild "Statte" (Fluss), vom Parkplatz aus gut beschildert (Fußweg ca. 30 Minuten)
follow within the village center the sign "Statte" (river), from the parking lot well signposted (footpath about 30 minutes)

Ein wunderschöner Fußweg führt zu diesem "Dolmen" (Bild 4). Früher war dieser "Tisch" aus Quarzstein (ca. 500 Millionen Jahre alt, ca. 5 x 10 Meter) als "Der große Stein von Houssé" bekannt. Im September 1887 wurde er von Théodor Britte (Besitzer von Quellen in Verviers) von Heidekraut und Farn überwuchert, entdeckt, bevor hier Fichten angepflanzt wurden. Seitdem ist er zum Gegenstand unterschiedlichster Meinungen geworden. Britte meldete seine Entdeckung an Elisée Harroy, einen Schuldirektor, der in prähistorische Dinge vernarrt war, hierin sofort einen Dolmen erkannte und umgehend Historiker und Geologen benachrichtigte. Die ersten Aufzeichnungen von Harroy waren verworren: gleichmäßige Platten, zu drei symmetrisch erscheinenden "Keilen" aufgeschichtet, und zur Orientierung auf den geographischen Norden mit 15 Grad Ost weisend. Im südwestlichen Winkel der Oberfläche ist ein fremdartig anmutendes, hakenförmiges Zeichen eingraviert. Ist dieses Zeichen, das in der Bretagne wohlbekannt ist und einen primitiven Pflug (Bild 3) darstellt, das Symbol der Häuslichkeit oder Sesshaftigkeit? Die Archäologie war damals wenig sorgfältig. Britte legte die "Keile" frei, die wohl von Vandalen bis auf die Gabel zerschlagen wurden um festzustellen, ob die Deckplatte über der Achse kipp- oder drehbar war. Erst im Jahre 2001 konnte unter größten Anstrengungen der Deckstein wieder gerichtet werden. Harroy konnte lange Zeit die Spezialisten und besonders die Geologen nicht von seiner Ansicht überzeugen, die seinen Argumenten nicht zugänglich waren. Aber im Umkreis von einigen hundert Metern wurden weitere Felsblöcke gefunden, die in Kreisen aufgestellt waren und die leider im Jahre 1925 zerstört wurden. Der Mittelpunkt der Winkelmaße dieser Steinkreise verlief genau durch den Azimut (Winkel zwischen dem Ortsmerdidian und dem Vertikalkreis eines Gestirns) des Sonnenaufgangs während der Sommersonnenwende in unserer Region. Und wenn das alles nun doch kein Zufall war?
A beautiful footpath leads to this "Dolmen" (image 4). This "stonetable" (quartzite, arisen 500 million years ago, ca. 16 x 32 foot) was once known as the "Big Stone of Houssé" (named after the valley). In September 1887 Théodor Britte (owner of several wells in the town of Verviers) discovered the huge stone under a thicket of heather and fern plants, before spruces were planted here. Britte informed at once Elisée Harroy, a headmaster, who was infatuated with prehistoric things. Harroy was sure that this was a real Dolmen and called some historians and geologists. The first notes by Harroy were complicated. In the southwest angle of the capstone's surface a strange engraving is visible. Is this sign, which is well known in Brittany, a plough, the symbol of residence? The archaeology was not very careful by this time so digging up the wedgestones in order to prove whether the capstone was once movable damaged the "Dolmen". In 2001 the capstone was re-erected under great effort. Specialists were not convinced by Harroy and did not accept his views. However, in the surroundings of the "Dolmen" a lot of stone blocks were found which were placed in circles. Unfortunately these stone rings were destroyed in 1925. These stone circles were aligned with the azimuth (astronomical measurement, the number of degrees clockwise from due south (usually)) to the object's vertical circle (i.e., a great circle through the object and the zenith) of the sunrise during the solstice. Should all this be only a coincidence?



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