Tirkane Sweat House         Google Earth

Maghera

ca. 7km nordwestlich von Maghera, beschildert
ca. 7km north west of Maghera, signposted

als Kreuzung aus einer finnischen Sauna und einem türkischen Bad wurde das irische Sweat House (Schwitzhaus) zur erfolgreichen Behandlung von Rheumatismus und anderen schmerzhaften Krankheiten sehr geschätzt. Dieses gut erhaltene Exemplar aus dem 18. Jahrhundert ist gegen einen steilen Hang gebaut, direkt neben einen Bach, damit die Patienten die Anwendung auch mittels einer Abkühlung abschließen konnten, wenn dies ärztlich verordnet war; auch stand den Patienten neben dem Sweat House als nützliche Einrichtung sogar ein kleiner Pool zur Verfügung. Das Sweat House besitzt Wände aus groben Steinen und einen gekachtelten Steinboden. Die Decke besteht aus dünnen Steinplatten und weist in einer Ecke eine Belüftungsöffnung (Bild 4) auf. Das Ganze ist mit einem Erdhügel bedeckt und sieht fast wie ein grasbewachsenes Hügelgrab aus, wobei der Eingang mit einem Durchmesser von rund 40cm Breite eher an die Öffnung einer Dachshöhle erinnert. Der Innenraum ist ungefähr 1,00m breit, kaum 2,50m lang und 1,70m hoch; dies scheint winzig zu sein, entspricht aber dem Durchschnitt der anderen noch vorhandenen Sweat Houses und bot Platz für vier oder noch mehr Patienten. Eine Menge Brennmaterial war erforderlich, um das Sweat House aufzuheizen. Ein großes Torf- oder Holzfeuer wurde im Innern angezündet; war die erforderliche Temperatur erreicht, wurde das Feuer ausgeräumt, der Boden abgefegt und mit Binsen oder Farnen dick gepolstert. Er konnte auch mit Wasser benetzt werden, um Dampf zu erzeugen. Die Patienten entkleideten sich und krochen hinein. Sodann wurden der Eingang und die Belüftungsöffnung von außen verschlossen, so dass die Patienten im Dunkeln schwitzen mussten. Die Belüftungsöffnung konnte ganz oder teilweise geöffnet werden, um die Temperatur zu regulieren, falls dies erforderlich war. Schwache oder gebrechliche Patienten konnten auch schon einmal ohnmächtig werden und mussten dann herausgezogen werden. Nach Ablauf der Andwendungszeit von rund einer halben Stunde wurde der Eingang wieder geöffnet.
a cross between a Finnish sauna and a Turkish bath, the Irish sweat house was considered highly effective in treating rheumatism and all kinds of aches and pains. This well preserved 18th-century example is built against the side of a steep bank, close to a stream to enable patients to complete their treatment by cooling off, if that is what the doctor ordered. Clients could also use the plunge pool, a useful facility near the entrance. The sweat house has stone walls and a paved floor. The roof is lintelled using flat stones with a small air-hole (image 4) in one corner. The structure id covered in turf and looks like a little grassy mound except for the entrance which could be mistaken for the entrance to a badger's sett. It is a mere 40cm square. The space inside is 1m wide, less than 2.5m long and about 1.7m hight. It may seem tiny but as sweat houses go, this is about average, big enough for four or more people. A lare amount of fuel was required to get the sweat house thoroughly heated. A big turf or wood fire was lit. When the interior was very hot the fire was drawn out, the floor swept and green rushes or bracken strewn thickly over it. Sometimes whater would be thrown over the floor to create steam. The patients undressed an crawled in. The entrance was closed up, the air-hole in the roof was covered and the inmates were left to sweat it out in the dark. The air-hole could be uncovered to adjust the temperature if necessary. Patients who were infirm or already weak often fainted from the heat and had to be pulled out. After an appropriate time, about half an hour, the entrance was unblocked.



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